Neuer Gratissong von Little Big Adventure
- MP3-Download Little Big Adventure «Happiest times»

Der Indie-Pop-/Shoegaze-/Wave-/Tweepop-/ Electropop- und MP3-Blog - jeden Tag legale kostenlose Downloads neuer und guter Indie-Musik, vor allem aus Skandinavien, Nordamerika & England. Plus ein paar kritische Begleittöne zum Leben allgemein. Achtung: Viele Songs stehen nur für begrenzte Zeit im Netz!
Lange her, dass ich mal eine Schweizer Band hier im Blog präsentiert habe – die letzte war, glaube ich, Division Kent. Und Pureape. Wie der Zufall so spielt, hat Andrea Pestoni, der Sänger und Songwriter von Pureape war, nun ein eigenes Projekt am Start – The Entry. Wie schon das Artwork und auch der Name des Debütalbums «Life Cabaret» vermuten lässt, weht ein Hauch von Glamour durch den melancholisch-treibenden Gitarrenpop, der mehr als nur ein wenig Urban Melancholy versprüht, und mich manchmal gar an eine Mischung aus Mew und IAMX denken lässt (vor allem bei Songs wie «Oxygen»).
Ich denke, es wird mal wieder Zeit für eine neue russische Band in meinem Blog (übrigens – Punk TV haben ein neues Album veröffentlicht, «Loverdrive») – Pinkshinyultrablast. Der Name lässt einen schon ganz richtig vermuten, wohin die Reise hier geht – krachiger Shoegaze, ordentlich verzerrte Gitarren und „gewisse“ Referenzen an My Bloody Valentine erwarten den Hörer dieser Band aus Sankt Petersburg. Weitere Informationen enthält ihre karg gestaltete Myspace-Seite leider nicht, so dass wir mit ihren tollen, teils durchaus auch atmosphärischen Songs Vorlieb nehmen müssen.
Vor einigen Tagen bekam ich mal wieder Promopost in elektronischer Form. Im Vergleich zu früheren Jahren hat sich das Aufkommen von Labelanfragen etc. an meinen Blog dramatisch erhöht, so dass ich längst nicht mehr alles nachverfolgen kann. Bei der E-Mail von Carpark Records erregte die Beschreibung („80's electroclash“) mein Interesse, und so war ich froh, mir den neuen Song des amerikanischen Duos Ear Pwr angehört zu haben. Denn geht gut nach vorne los und mischt wie angekündigt 80er Elektronik mit neuzeitlicher Produktion. Er stammt vom neuen Album «Future eyes»«Super Animal Brothers III», auf dem sie, laut Label, Twee Pop, 80s Italo Disco und Baltimore Club vermischen.
Ein paar breitgefächerte, intensive Indierock-Epen gefällig? Die Senses aus Coventry wissen, wie Hymnen zu klingen haben, Hymnen der neondurchfluteten Großstadt-Nacht. Oder, wie ein Rezensent auf der Myspace-Seite zu schreiben beliebt: „dense narcotic rocknroll“. The Verve und so mancher BritPopper hätte sich über diesen Sound sicher auch gefreut. Das Quintett hat derzeit noch keinen Plattenvertrag, aber ihre Musik sollte eigentlich Herz und Ohr von Fans und Labels erweichen können. (Danke an J.A. für den Tipp.)
Bereits das Cover der neuen EP «Fall Chapter 1 - The fall of Darewell Mountain Hold» der italienischen Band autumn:downpour:machinery macht klar, dass es hier keinesfalls fröhlich zugeht. Ganz im Gegenteil, düster und bedrohlich schleppt sich die Musik dahin, einzelne Gitarrenausbrüche tauchen kurz auf, verhuschter Gesang weht durch finstere Klanglandschaften. Post-Rock nennt man sowas wohl, und ein wenig mag man sich an Explosions In The Sky oder iLiKETRAiNS erinnert fühlen. Ein bisschen weniger metallische Gitarren täten dem Ganzen für meinen Geschmack ganz gut, aber da es die EP als kostenlosen Download gibt, will ich mal nicht mäkeln. Auf ihrer Website gibt es übrigens auch noch ihre beiden vorigen EPs.
Gitarrenpop ohne allzu große Rockattitüde, mit schönen Melodien und harmonisch-sanftem Gesang – damit kann man mein Herz immer noch erwärmen. Army Navy aus Los Angeles ist dies mit ihren feinen Songs unlängst gelungen - wie so oft stieß ich eher zufällig bei Myspace auf dieses Trio und war von «Saints», das mich ein wenig an güldene The La's-Zeiten erinnerte, sofort sehr angetan. Vor kurzem ist das Debütalbum erschienen, das nicht nur ein schickes Cover aufweist, sondern auch 12 flott-beschwingte Lieder, die manchmal durchaus auch an Teenage Fanclub erinnern, im Gepäck. Tipp!
Rings um Zentraleuropa herum schießen die Shoegazebands förmlich wie Pilze aus dem Boden – neben den USA und Asien tun sich in dieser Hinsicht auch die Briten immer mal wieder erfreulich hervor. So beglückt mich aktuell die Band 93MillionMilesFromTheSun mit ihrem wunderbaren psychedelisch-schwebenden Sound über alle Maßen – fast möchte ich von prototypischem Shoegaze sprechen, der vieles von dem in sich vereint, was ich an dieser Musikrichtung so schätze. Selbst 11 Minuten-Epen wie «The times we have are now» werden zu keinem Zeitpunkt langeilig, und ihre gelungene Coverversion des Maps-Hits «To the sky» dürfte dem Trio aus Doncaster noch zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen... vielleicht sogar mal bei uns. Ihr Debütalbum ist übrigens vor wenigen Tagen auf Parallaxsounds erschienen.
Aaah, eine neue Band aus Glasgow, wie schön. Im Gegensatz zu vielen anderen schottischen Bands werden bei Sugar Crisis allerdings nicht die Gitarren auf Hochtouren gebracht, sondern eher Keyboards und Drummachines. Das Duo zählt auf seiner Myspaceseite so unterschiedliche Bands wie die Pipettes, Freezepop oder Postal Service als Einflüsse auf, und irgendwie findet man eine Prise von jenen Bands tatsächlich auch in den Sugar Crisis-Songs wieder. (Mal wieder „gracias!“ an J.A. für den süperben Tipp!)
Schrammelnde Gitarren, dreckige Bassläufe, eine Prise 60er-Sound - das kennen und schätzen wir von den Raveonettes. Doch auch in Australien extistieren Musiker, die diese Stilrichtung aufleben lassen – The Sunday Reeds. Wieder einmal ein Duo, das zudem bereits im Look die Referenzen (in diesem Falle an The Jesus & Mary Chain) deutlich werden lässt. Ihr Debütalbum «Drowning in history» kommt im April auf Squirrel Records heraus - jenem Label, das uns auch schon mit den Manhattan Love Suicides zu beglücken wusste. (Danke an Rodolfo für den Tipp!)
South Ambulance ist eine schwedische Band, die bereits seit einigen Jahren aktiv ist und mir erstmalig über das Labrador-Label zu Ohren kam. Zwar schielen auch South Ambulance ein wenig in die 80er, allerdings werden die Gitarren hier etwas härter bespannt und dunkler gezupft als von manch Labelgenossen gewohnt. Von der neuen EP #4, die diesmal auf Indiecater Records erscheint, dürfen wir uns den sehr gelungenen Song «Davy Crockett» auf die heimische Festplatte laden.
Ohne viele Worte hier ein großartiger Electropop-Track der schwedischen Band Compute – er stammt übrigens vom 23 Seconds-Sampler #2, den man hier finden und kostenlos herunterladen kann. (Danke an Ramona für den Tipp.)
Die Sonne brennt vom Himmel - Zeit für ein wenig Dunkelheit und Kühle der Nacht. Natürlich nur musikalisch. Ich hätte da heute die Band Solemn Novena im Angebot, ein Trio aus Belfast, das bei last.fm gerne mit Gothic Rock oder Oldschool Goth getaggt wird. Und man kann nun nicht eben behaupten, dass diese Schubladisierung völlig aus der Luft gegriffen wäre. Würde man den Sound der Band irgendwo zwischen den Chameleons und The Cure verorten und sich dabei ein Wechselspiel von weiblichem und männlichem Gesang vorstellen, käme man der Realität schon recht nahe. Außerdem haben die drei ein Händchen für feine Meoldien und treibende Rhythmen, so dass ich rundum angetan bin. Bisher wurde eine (sehr gelungene) EP veröffentlicht und das Debütalbum «Kiss the girls» entsteht gerade.
Spätestens nach ihrer atemberaubenden Performance letztes Jahr in Kolding sind Blue Foundation ganz weit oben in meiner Präferenzenliste gelandet. Die dänische Band zaubert einen großartigen Mix aus Shoegaze, Indiepop, TripHop und was weiß ich noch allem aus dem Hut. Nun hat Tobias Wilner, einer der Songschreiber der Band, mit Ghost Society ein Nebenprojekt am Start, das sich in keinster Weise hinter Blue Foundation verstecken muss. Wieder wird zwischen wabernden Gitarrenwänden und poppigen Melodien hin- und her gependelt, dass es eine Freude ist. (Danke an Ramona für den Tipp!)
Fesch nach vorne poppende Indierockmusik mit Tanzflurappeal gibt es natürlich auch zuhauf in Skandinavien. Von Melody Club beispielsweise. Oder den Finnen von Action Man League. In ihren Songs lehnen sie sich recht offensichtlich mal an die Killers («Modesty»), mal an die Kaiser Chiefs an, sorgen aber mit ihren schwungvollen Arrangements nicht für Langeweile. Auf jeden Fall klingt ihre Musik sehr trendgerecht.
Alle Jahre wieder beglückt uns das schwedische Indielabel mit einer speziellen Compilation voll mit Tracks der Künstler, die sie unter Vertrag haben. Auch 2009 gibt es wieder einen Frühlingssampler herunterzuladen – und wie jedes Jahr natürlich kostenlos! Enthalten sind diesmal u.a. Lieder von Pelle Carlberg, den Mary Onettes, The Sound of Arrows und Club 8.
| Interzone @ Club elf² | Bremen | ||
| Hit the North @ Astra-Stube | Hamburg | ||
| The Cave | Frankfurt am Main | ||
| Club 37er | Wittenberg | ||
| LOSTCLUB @ Gloria | Regensburg | ||
| Wave Gotik Treffen | Leipzig |
Wenn man Wave mit einer Prise Glam vermengt, kommt so etwas wie bei der New Romantik-Musik der 80er heraus - a-ha, Duran Duran... oder ganz aktuell: Kamera, ein schwedisches Quintett, mit Hang zur stylischen Geste und poppigen Hymnen. Ihr neues Album «Resurrection» kommt dieser Tage auf den Markt - ihre frühere Single «Like a drug» (vom 2007er Album «Resurrection») und vor allem der neue Track «Misfortune strikes again» lassen schon mal einiges erhoffen .
Au Backe, wer hat sich bloß diesen bescheuerten Bandnamen ausgedacht? «Brontosaurus Chorus»?? Naja. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt und statt dessen mal ein Ohr auf die neue (kostenlos verfügbare) Single mit dem garstigen Titel «Love is the path to self destruction» von Debütalbum «You’ve created a monster» wirft, dessen Ärger wird schnell verfliegen. Denn was uns die acht Mädels & Jungs aus London hier anbieten, ist bester Gitarrenpop mit orchestraler Ausstaffierung, der in seiner Knackigkeit auch an die Indelicates erinnert.
Dänemark, Land der tollen Bands. Man höre sich zum Beispiel mal das Projekt (((S))) an, das zwar einen höchst sonderbaren Namen hat und dessen Mastermind es vorzieht, quasi anonym zu bleiben – aber ihre Musik erschließt sich den Ohrknospen sofort beim ersten Hören. Tolle Melodien, leicht an Wave bzw. Jesus & Mary Chain gemahnende Klänge und sanfter Gesang sorgen für Begeisterung (zumindest bei mir). Ein paar Tracks vom demnächst bei af-music erscheinenden Album «Ghost» gibt es kostenlos bei last.fm.
Lidl versucht ja nun seit den letztjährigen Bespitzelungsskandalen mit millionenschweren TV-Reklamespots das ramponierte Image wieder etwas aufzupolieren (die typische Vorgehensweise ertappter Großkonzerne – es wird dabei vermutlich mehr Geld ins Image als in die tatsächliche Verbesserung gesteckt). Dies könnte sich nun erst recht als herausgeworfenes Geld erweisen, denn Spiegel Online berichtet aktuell von einem neuen Skandal rund um den Billigheimer: „Mitarbeiterkontrolle: Lidl führte geheime Krankenakten“: Der Fall wurde durch einen Zufallsfund in einer Mülltonne bekannt: Der Discounter Lidl hat die Krankheiten von Mitarbeitern laut SPIEGEL-ONLINE-Informationen in firmeninternen Unterlagen festgehalten - obwohl das arbeitsrechtlich bedenklich ist. Datenschützer reagieren empört. (...)
Am spektakulärsten aber sind die Namenslisten aus einzelnen Filialen, in denen die Krankheiten der Mitarbeiter säuberlich notiert sind. Von Grippe, Rückenleiden und Bluthochdruck bis zu Klinikaufenthalten, künstlichen Befruchtungen und privaten Problemen. All diese Einträge stammen aus der Zeit nach der Entdeckung der Spitzelmethoden. Der Fund passt deshalb so gar nicht zu den Beteuerungen von Lidl, nach Aufdeckung des Spitzelskandals im vergangenen Jahr seine Lektion gelernt zu haben. (...)
So wundert sich der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, über derartige Notizen. „Dass jemand sich einer Operation unterzogen hat oder beim Psychologen war, das sind alles hochsensible Daten. Solche Daten dürfen nur erfasst werden, wenn es dafür einen Grund gibt." Schaar ist der Ansicht, dass dies erneut ein Fall für die zuständige Aufsichtsbehörde ist. "Die müssen das prüfen. Dass man dabei zu dem Ergebnis kommt, das ist unzulässig, halte ich für ziemlich wahrscheinlich“, sagt Deutschlands oberster Datenschützer.
Es gibt glücklicherweise auch Erfreuliches von der Discounterfront zu vermelden – der Spiegel schreibt in einem anderen Artikel nämlich: „Discounter: Umsätze von Aldi und Lidl brechen ein“:
Obwohl die Discounter in diesem Jahr bereits vier Mal - begleitet von großem Werbegetöse - die Preise für zahlreiche Produkte gesenkt hätten, seien nicht mehr Kunden in die Märkte gekommen. Im Februar hätten die Umsätze von Aldi um 7,4 Prozent und von Lidl laut GfK um 6,2 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen, berichtet das Blatt.
Sehr gut, ein Anfang ist gemacht! :-) Wer sich übrigens ein wenig ausführlicher darüber informieren will, weshalb das Discountprinzip eine Spirale abwärts zu Lasten aller darstellt und ich dieses Thema deshalb des öfteren aufgreife, dem kann ich meine beiden Grundsatzartikel in meinem Konsumpf-Blog empfehlen: HIER und HIER.
Die amerikanische Shoegazeband Ether Aura hat meinen musikalischen Kosmos in den letzten Jahren um zwei tolle Alben bereichtert. Während der Aufnahmen zum dritten Werk stellte die Band fest, dass ihr sich abzeichnender Stilwechsel nicht mehr so recht zum alten Bandnamen passt, und so benannte man sich kurzerhand in The Blueflowers um. Statt an Curve & Co. fühle ich mich nun an die 10000 Maniacs oder Mazzy Star erinnert. Trotz der Abwesenheit von Gitarrenwänden gefällt mir auch die neue Musik sehr gut – gerade kam das Debütalbum «Watercolor Ghost Town» heraus, das Morten bereits einige Male anpries. Zu Recht, wie ich meine!
«My Apple IIe is singing sad songs to me» – als ich diesen Titel las, war mir klar, dass ich diese Band unbedingt in meinem Blog vorstellen muss, völlig egal, ob die Musik was taugt oder nicht. Schließlich war mein erster Computer anno 1985 (meine Güte, ist das lange her...) ein Apple IIe! Aber ich habe Glück – die Songs, die City Breathing aus Brooklyn auf ihrer neuen EP vorstellen, sind richtig gut, so dass ich meinen Ruf hier nicht aufs Spiel setzen muss, wenn ich sie Euch empfehle. Ihre Plattenfirma verortet die Band stilistisch zwischen Explosions in the Sky und M83, ich würde vor allem auch Monster Movie und warmen, sanften Gesang hinzunehmen und die lärmenden Anteile der üblichen 08/15-Post-Rock-Bands subtrahieren. Wer allerdings auf Grund des Titels auf 8-Bit-Elektropop hofft, wird hier nicht fündig – perlende Gitarren dominieren eindeutig das Bild.
Das kleine feine Netlabel komakino/kinokoma hat einen weiteren Künstler an Land gezogen: The Walkie Talkie Monsters, ein Ein-Mann-Projekt von Mawe N. Klave, der auch bei den Voltareens und Mikrofisch aktiv ist. Auf seiner Debüt-EP gibt es fünf Songs für Freunde der gepflegt perlenden und pluckernden Indietronica. Und das, wie bei komakino so üblich, natürlich kostenfrei!
Au fein - die Indieband Voxtrot aus Austin/Texas die mich vor einigen Jahren vor allem mit ihrer ersten EP und Songs wie «The start of something» begeisterte, ist wieder da und bietet uns ihren neuen Song «Trepanation party» auf RCRDLBL kostenlos an. Diesmal geht es doch eine ganze Ecke düsterer zu als damals, die Drums erinnern an The Cure aus ihrer Pornography-Phase. Respekt!